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Hemelingen

Sofortmaßnahmen und Sanierung Radweg Ludwig-Roselius-Allee; mittelfris­tig Umbau Straßenraum

Die Wegeverbindung ist von herausgehobener Bedeutung in der Stadt und stark fre­quentiert. Die Förderung des Rad- und Fußverkehrs ist übergeordnetes politisches Ziel. Der Kommune kommen Kontroll- und Sicherungspflichten zu. Mit der Zunahme von elektrisch betriebenen Fahrrädern und Rollern steigen Verkehrsdruck, Tempo und Ge­fährdung auf der Nebenanlage, die ihren heutigen Aufgaben nicht mehr gerecht wird.

Zustand von Rad- und Fußweg:
Im Abschnitt zwischen Hinter der Rennbahn und Vahrer Straße ist der straßenbeglei­tende Radweg in einem extrem schlechten Zustand, der Fußweg mit teilweise weniger als einem Meter lichter Weite zu schmal und/oder zugewachsen. Die Wege sind jetzt schon nicht mehr für Menschen mit Behinderungen, in Rollstühlen, mit Rollatoren odgl. gar nicht mehr benutzbar. Fahrradfahrende und Fußgänger*innen sind stark gefährdet. Der Zustand ist unfallgefährlich, so dass die Stadt hier ihrer Pflicht zur Verkehrssiche­rung nachkommen muss.

Radwegbenutzungspflicht:
Sie ist bereits zwischen Hermann-Koenen-Straße und Hinter der Rennbahn aufgeho­ben, für den Abschnitt zwischen Hinter der Rennbahn und Vahrer Straße (bzw. Zufahrt zur ehemaligen Rennbahn) wird von den gleichen Bedingungen ausgegangen. Kfz wer­den ausweichen können, da die Straße hier zweispurig ist. Sie ist außerdem annähernd geradlinig und damit sehr übersichtlich. Die zuständige Behörde mag prüfen, ob eine Reduzierung der höchstzulässigen Geschwindigkeit auf 30 km/h zur Erhöhung der Si­cherheit bei Straßenmitbenutzung von Fahrrädern und Elektro-Rädern sinnvoll und möglich ist.

Verlegung auf das Gelände der Grünfläche:
Auf dem Gelände der ehemaligen Rennbahn befindet sich bereits ein versiegelter Weg, der im östlichen Rand des Geländes fast die Straßenanlagen berührt. Eine zusätzliche Versiegelung entsteht nicht; im Gegenteil könnte die Versiegelung auf dem jetzt beste­henden Radweg aufgehoben werden und die Fläche könnte als Versickerungsfläche des Straßenraums genutzt werden. Ersatzweise kann die Fläche des Radweges für Par­ken in Längsaufstellung genutzt werden, da hier in Zukunft durch die öffentliche Zu­gänglichkeit auch ein höherer Parkdruck entstehen könnte.

Die Wegeverbindung für den nichtmotorisierten Verkehr, sowie für Menschen mit Be­hinderung, erfährt eine erhebliche Aufwertung durch die Abschirmung von der Straße, sowohl aus Sicherheitsaspekten als auch für die Erholungsnutzung. Die Relation in Ost-West-Richtung ist von herausgehobener Bedeutung und er wird mit der geplanten We­geführung zwischen Carl-Goerdeler-Park und Sebaldsbrück zusammen eine erhebliche Verbesserung für die Bewohner der angrenzenden Gebiete darstellen.

Der Fachausschuss Bau, Klimaschutz und Mobilität des Beirates Hemelingen möge be­schließen, die zuständigen Behörden aufzufordern:

A – Sofortmaßnahmen:
    1. Die Radwegebenutzungspflicht an der nördlichen Seite der Ludwig-Roselius-Allee - Fahrtrichtung Vahrer Straße - zwischen Hinter dem Rennplatz und Zufahrt zum Parkplatz des ehemaligen Rennbahngeländes - aufzuheben indem die auf­gestellten Verkehrszeichen „Fuß- und Radweg“ durch das Zeichen 239 „Fußweg“ mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ ersetzt wird.
    2. Der Zustand des Rad-/Fußweges soll kurzfristig verbessert werden, z.B. durch Aufbringen einer Asphaltschicht im Bestand als Sofortmaßnahme.

B – mittelfristige Maßnahmen:
    3. Die zuständigen Behörden werden gebeten, Planungen aufzunehmen, um den Rad- und Fußweg zwischen Hinter der Rennbahn und Höhe Georg-Gries-Straße künftig nördlich des straßenbegleitenden Gehölzstreifens auf dem Gelände der ehemaligen Rennbahn zu führen (siehe Grafik).
    4. Einer späteren Entscheidung vorbehalten, kann der so freiwerdende Raum in der Straßenanlage künftig begrünt oder für PKW-Stellplätze genutzt werden

Philipp Rohde und DIE LINKE-Fraktion in Hemelingen


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