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DIE LINKE. Bremen fordert Schutzmaßnahmen und Krisenkonzepte im Bildungssystem

Während der Unterrichtszeit wird dem Ausfall - teilweise mit sehr hohem Aufwand durch Schulen und Personal - mit der vermehrten Nutzung digitaler Medien begegnet. Hierbei offenbart sich, dass die Versäumnisse der letzten Jahre im Bereich der Digitalisierung aufgeholt werden müssen. Es gilt für die Zukunft, Bildung krisenfest zu machen. Dafür bedarf es neben der Aufstockung des Personals auch der Qualifizierung desselbigen im Umgang mit digitalen Medien und Programmen, die das Lernen erleichtern sowie didaktischen Konzepten, die digitale Medien als Kernbestandteil haben. Es muss gewährleistet werden, dass ausnahmslos alle Schüler*innen mit Hard- und Software ausreichend ausgestattet sind und über einen bezahlbaren schnellen Breitband- Anschluss verfügen. Ebenso muss - auch im Sinne der Bildungsgerechtigkeit - die Verkürzung der Unterrichtszeit durch eine kurz- und mittelfristige Entzerrung der Lehrpläne für das laufende und die anschließenden Schulhalbjahre ausgeglichen werden. Mehr noch sollte sich darüber Gedanken gemacht werden, ob Bewertungsrahmen unter diesen Bedingungen nicht angepasst werden müssen.

Michael Belamon, bildungspolitischer Sprecher des Landesverbands Bremen, kritisiert die Entscheidung, die Prüfungen ab dem 22.04.2020 wie auf der Kultusministerkonferenz beschlossen durchzuführen: „Gesundheit geht vor! Unterricht und Prüfungen sollten so lange bundesweit ausgesetzt bleiben, bis der Gesundheitsschutz für Schüler*innen und Personal vollumfänglich gewährleistet wird. Ein besseres Konzept muss her, damit Schüler*innen aus der Krise keine Nachteile davontragen – weder gesundheitlich, noch schulisch. Nicht jeder Prüfling hatte die Chance, sich an einen ruhigen Ort während der Vorbereitungszeit zurückzuziehen und zu lernen, wenn pandemiebedingt eine Vielzahl von öffentlichen Einrichtungen geschlossen sind.“