9. November 2017

LINKE lehnt geplante Wakeboard-Anlage am Stadtwaldsee ab

Hände weg vom Unisee (Foto: ms)

Der Stadtwaldsee (Unisee) ist mit seinen umliegenden Naturflächen eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Bremer überhaupt.

Im Südwesten grenzt der See an das ausgewiesene Naturschutzgebiet Stadtwaldsee (Uni-Wildnis). Jährlich suchen mehrere hunderttausend Einwohner das Gebiet auf, um hier ihre Freizeit zu verbringen. Die gute Wasserqualität des grundwassergespeisten Sees lädt zum Schwimmen und Baden ein. Für Surfer gibt es im nordwestlichen Bereich bereits heute einen separaten Wassersportbereich zum Einstieg, der vom Bremer Windsurfing Club betrieben wird. Als Verbindungsglied zwischen dem Stadtwald und den Wiesen des Block- und Hollerlandes hat die Grünzone eine wichtige ökologische Funktion für Flora, Fauna und Klima. Durch die Gewässergüte ermöglicht, findet man eine dichte Besiedlung von zum Teil gefährdeten und anspruchsvollen Pflanzenarten.

Manfred Steglich, Fraktionssprecher DIE LINKE in Horn-Lehe: "In der Vergangenheit war das Gebiet immer wieder Ziel kommerzieller Begehrlichkeiten und Projekte. Die geplante Wakeboard-Anlage würde über ein Viertel des gesamten Sees (rd. 8 von insgesamt 28 ha) einnehmen und damit einen wesentlichen Einschnitt in das Naherholungsgebiet Stadtwaldsee bedeuten. DIE LINKE spricht sich grundsätzlich gegen die weitere Privatisierung und Kommerzialisierung öffentlicher Naherholungsgebiete aus und lehnt das Projekt deshalb ab."