18. Januar 2016

Studierende des SDS jagen Credit Points im Hörsaal

Fotos und Text: SDS der Uni Bremen

Mit einer Aktion hat der linke Studierendenverband SDS der Uni Bremen auf die aktuelle Situation in universitären Veranstaltungen hingewiesen.

Seminare sind nicht mehr darauf angelegt, dass Studierende und Lehrende einem Forschungsinteresse nachgehen oder kontrovers über bestimmte Themen diskutieren.

Stattdessen werden Seminare und Vorlesungen besucht und gegeben, weil bestimmte Leistungsnachweise - wie Credit Points - erbracht und ermöglicht werden müssen.

Kurzum: Nicht der Inhalt steht im Fokus universitäre Lehre, sondern der Output.

Warum ist das so?
Die Credit Points kamen mit der Einführung des Bachelor-Master-Systems. Sie sind Ausdruck einer neoliberalen Gesellschaft, die Bildung nur noch funktional betrachtet: Es geht darum, möglichst schnell zu studieren, um "fit" für den Arbeitsmarkt zu werden. Eine solche Ideologie geht auch an der Institution nicht spurlos vorbei: Um genügend Geld für Forschung und Lehre zu haben, müssen Hochschulen und Fachbereiche gegeneinander um Drittmittel und Exzellenzcluster konkurrieren.

Umdenken!
Der SDS will vielmehr eine freie Wissenschaft, die kritisch hinterfragt und Neues denkt, um Gesellschaft zu gestalten. Dafür braucht es eine Forschung, die nicht von Drittmitteln abhängig ist. Außerdem muss die Lehre aufgewertet werden, damit sich statt Langeweile spannende Ideen und Diskurse in Seminaren entwickeln können.

Für mehr Infos:
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