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Termine im Land Bremen

Der NSU-Komplex, Rassismus und gesellschaftliche Verantwortung

16. Januar 2018 19:00 – 21:30 Uhr

Veranstalter: Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft und der DGB Jugend
Ort: Bürgerhaus Weserterrassen in Bremen (Osterdeich)

Eine Podiumsdiskussion am 16. Januar 2018 ab 19.00 Uhr im Bremer Bürgerhaus Weserterrassen , veranstaltet vom Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft und der DGB Jugend.

Aus dem Veranstaltungstext:

"Der NSU-Prozess in München befindet sich in der Abschlussphase. Die Plädoyers der Nebenklage haben die Lücken in der Aufarbeitung des NSU-Komplex deutlich gemacht: Der NSU war nicht bloß eine isolierte Zelle dreier Neonazis, sondern ein weit verzweigtes Netzwerk, das vielfach durch V-Leute durchsetzt war und ist. Der gesamtgesellschaftlichen Aufarbeitung der im Kontext des NSU sichtbar gewordenen Dimensionen von Rassismus ist weder mit Prozess noch mit Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen genüge getan. Auch die Hinterbliebenen und Überlebenden des NSU, ihre Erfahrungen und Perspektiven, werden weiterhin kaum gehört.

Wie könnten angemessene Formen der Aufarbeitung aussehen? Welche Arenen der Wissensproduktion und Sichtbarmachung von Wissen werden gewählt und sind sinnvoll? Wie kann eine trotz unterschiedlicher Positioniertheit gemeinsame Erinnerung aussehen? Und welchen Beitrag kann sie leisten bei der Errichtung der Gesellschaft der Vielen?"

Auf dem Podium:

  • Ibrahim Arslan (Opfer und Überlebender der rassistischen Brandanschläge in Mölln 1992)
  • Ayse Gülec (documenta 14, Kulturmitarbeiterin, forschende Aktivistin im Bereich NSU-Komplex und Rassismus)
  • Caro Keller (NSU-Watch)
  • Osman Tasköprü - angefragt - (Betroffener des NSU, Bruder des ermordeten Süleyman Tasköprü)